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Marien Hospital Herne
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Chirurgische Klinik – Allgemein- und Viszeralchirurgie

Bei der PITAC-Therapie werden die Medikamente, die sogenannten Chemotherapeutika, unter Druck gezielt in die Brusthöhle eingeführt, um die Krebsgeschwüre direkter zu erreichen und zurückdrängen zu können. Der übliche Weg der Medikamente über den Blutkreislauf bewirkt bei Brustfellkrebs oft kein ausreichendes Eindringen in das befallene Gewebe. Dies ist der Ansatzpunkt der PITAC-Therapie: Durch Druck kann das Medikament mit PITAC in jeden Winkel der Bauchhöhle gelangen und dringt zusätzlich tiefer in das Tumorgewebe ein.

PITAC – Minimal-invasive Einbringung des Medikaments

Während einer Brustkorbspiegelung, der sogenannten Thorakoskopie, wird über eine spezielle Düse ein das Zellwachstum hemmendes Medikament, ein Zytostatikum,als Aerosol unter Druck in den Brustraum eingebracht. Aerosole sind Gemische aus flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv, d.h. dass die notwendigen Instrumente über zwei sehr kleine Schnitte in den Brustraum eingeführt werden können.

PITAC – Wirkung des Medikaments

Durch das Verdampfen des Aerosols verteilt sich das Medikament im Brustraum wie ein Gas und erreicht somit selbst kleinste Ritzen. Dies sorgt für eine Steigerung der Wirksamkeit an der Oberfläche. Der starke Druck sorgt zudem dafür, dass das Chemotherapeutikum tief in das von Krebs befallene Gewebe eindringen kann. Dieses Gewebe hat einen deutlich höheren Innendruck als gesundes Gewebe. Würde man das Medikamentengemisch flüssig in den Bauchraum geben, z. B. im Rahmen einer Spülung, würde es an dem Tumorgewebe abperlen. Ein weiterer Vorteil der PITAC-Therapie liegt darin, dass durch den Druck niedrigere Dosen des Medikaments notwendig sind.

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