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Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation

Zentrum für Alterstraumatologie

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation gemeinsam mit dem Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe als Zentrum für Alterstraumatologie zertifiziert. Mit dieser Zertifizierung wird die enge und fachkompetente Kooperation der geriatrischen und unfallchirurgischen Abteilungen bestätigt. Gemeinsam optimieren die Experten die medizinische Versorgung älterer Trauma-Patienten.

Geriatrische Patienten leiden häufig an mehreren altersspezifischen Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes, Ernährungsstörungen, Osteoporose sowie Störungen in der Hirnfunktion oder Motorik zugleich. Bei einem Knochenbruch müssen solche Patienten daher nicht nur unfallchirurgisch, sondern auch geriatrisch behandelt werden.

Begleiterkrankungen werden berücksichtigt

So wird neben der unfallchirurgischen Versorgung des Patienten, zum Beispiel nach einem Knochenbruch, ein umfassendes Screening vorgenommen – etwa im Hinblick auf das Sturz- und Delir-Risiko. Zudem werden das Dekubitus-Risiko und vieles mehr getestet.

Delir

Bei einem Delir liegt eine vorübergehende Störung der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses und des Schlafrhythmus vor. Diese tritt bei bestimmten Erkrankungen besonders häufig auf. Je älter ein Mensch ist, desto höher ist das Risiko für ein Delir.

Dekubitus

Ein Dekubitus kann durch langfristiges Liegen entstehen. Hier werden die Blutgefäße in der Haut durch das eigene Körpergewicht zusammengedrückt, so dass sich die Hautdurchblutung verschlechtert. Umgangssprachlich wird auch von Wundliegen oder Druckgeschwür gesprochen.

Osteoporose

Osteoporose bezeichnet die mit dem Alter zunehmende Brüchigkeit des Knochens, für die es heute wirksame Behandlungsmethoden gibt. Daher ist es für ältere Patienten mit Sturzrisiko und Frakturen besonders wichtig eine Osteoporose zu erkennen und zu behandeln.

Weitere Besonderheiten

Zudem werden die Ernährungssituation des älteren Patienten, mögliche Wechselwirkungen eingenommener Medikamente sowie erste Anzeichen von Demenz erfasst. Wichtig ist, dass relevante Begleiterkrankungen erkannt werden und in die unfallchirurgische Versorgung des Verletzten miteinfließen.

Die unfallchirurgische Versorgung erfolgt unter Berücksichtigung der Frakturform, der Knochenqualität und der vorbestehenden Möglichkeiten der älteren Patienten. Eine sofortige postoperative Belastungsfähigkeit wird unter dem Einsatz von modernen Osteosyntheseverfahren oder endoprothetischer Versorgung gewährleistet.

Enge Abstimmung führt zu schnelleren Behandlungsprozessen

Mit der Zertifizierung wird bestätigt, dass die Behandlung alterstraumatologischer Patienten einem ganzheitlichen Behandlungskonzept folgt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die gute Kommunikation unter den Fachkliniken und Experten. Durch den engen Informationsaustausch können die Spezialisten die für den jeweiligen Patienten optimale Behandlung abstimmen und durchführen, was sich positiv auf das Behandlungsergebnis und die Lebensqualität der Patienten auswirkt. Internationale Studien konnten belegen, dass durch diese Form der koordinierten Behandlung die Sterblichkeit der Patienten sinkt und sich die Beweglichkeit nachhaltig verbessert.

Als zertifiziertes Alterstrauma-Zentrum gehört das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe gemeinsam mit der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne zu den aktuell bundesweit fünf universitären Zentren in Deutschland und der Schweiz, die die strukturellen und inhaltlichen Anforderungen zur optimalen Versorgung von geriatrischen Trauma-Patienten erfüllen.

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