Chronische Niereninsuffizienz | Marien Hospital Herne
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Klinik für Gefäßchirurgie

Chronische Niereninsuffizienz

Die chronische Niereninsuffizienz ist eine chronische Nierenkrankheit, bei der die Nieren über mindestens drei Monate dauerhaft schlechter arbeiten oder geschädigt sind. Das bleibt oft lange unbemerkt und kann ohne Behandlung langsam fortschreiten.

Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut, regulieren den Wasser- und Salzhaushalt, beeinflussen den Blutdruck und bilden Hormone (u. a. für die Blutbildung und den Knochenstoffwechsel). Werden sie schwächer, können Wassereinlagerungen, Bluthochdruck, Blutarmut und Knochenprobleme auftreten. Ist diese Filterfunktion eingeschränkt, führt dieses schließlich zu Nierenversagen mit Harnvergiftung (Urämie).

Niere mit eingeschränkter Funktion

Niere mit eingeschränkter Funktion

Chronische Niereninsuffizienz – Symptome

Eine chronische Nierenkrankheit verursacht zu Beginn meist keine spürbaren Beschwerden. Deshalb bleibt sie häufig lange unentdeckt. Erste Anzeichen können sein:
•    Müdigkeit
•    Abgeschlagenheit 
•    nachlassende Leistungsfähigkeit
•    geschwollene Füße oder Knöchel
•    häufiger Harndrang in der Nacht
•    Appetitverlust 
•    Atemnot 

Bei einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz sind auch folgende Symptome möglich: 
•    Atemnot
•    Blutarmut (Anämie) 
•    Knochenstoffwechsel-Störungen 

Diagnostik – so wird eine chronische Niereninsuffizienz festgestellt

Um eine chronische Nierenkrankheit zu erkennen, werden in der Regel Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt. Je nach Befund wird zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Biopsie durchgeführt. Die Diagnose einer Nierenkrankheit wird in der Medizinische Klinik I des Marien Hospital Herne durchgeführt.

Medikamentöse Behandlung einer Niereninsuffizienz

Die Behandlung bei einer chronischen Nierenkrankheit richtet sich nach der Ursache und dem Stadium der Erkrankung. Ziel ist es, die Nieren so lange wie möglich funktionsfähig zu halten und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dazu gehören eine gute Einstellung von Blutdruck und Blutzucker sowie Medikamente, die die Nieren zusätzlich entlasten können. Auch eine bewusste Lebensweise mit wenig Salz, gesunder Ernährung und Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Die Behandlung einer Niereninsuffizienz erfolgt in der Medizinischen Klinik I des Marien Hospital Herne.

Dialyse & Transplantation – wenn die Nieren kaum noch arbeiten

Wenn die Nierenkrankheit so weit fortgeschritten ist, dass die Nieren ihre Aufgabe fast nicht mehr erfüllen können, reichen Medikamente und Lebensstilmaßnahmen allein nicht mehr aus. In diesem Stadium sammeln sich Giftstoffe und Flüssigkeit im Körper an, was zu schweren Beschwerden führen kann. 

Neben einer Nierentransplantation gibt es für Betroffenen verschiedene Möglichkeiten der Blutwäsche (Dialyse) für die Behandlung einer chronischen Niereninsuffizienz. Die Dialyse übernimmt die Filterfunktion der Nieren und reinigt das Blut künstlich. 

Peritonealdialyse (CAPD)

Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell als körpereigener Filter genutzt. Über einen Katheter wird mehrmals täglich eine spezielle Flüssigkeit in die Bauchhöhle geleitet und später wieder abgelassen. So werden Giftstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper entfernt. Der Dialysepatient kann dieses selbstständig Zuhause durchführen. 

Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird das Blut außerhalb des Körpers über ein spezielles Gerät gereinigt. Dabei fließt es durch einen Filter, den Dialysator, der Abfallstoffe und überschüssiges Wasser entfernt. Diese Behandlung findet in der Regel mehrmals pro Woche statt.

Patient bei der Hämodialyse

Patient bei der Hämodialyse

Gefäßchirurgische Expertise für Dialysezugänge

Für eine sichere Hämodialyse ist ein zuverlässiger Zugang zum Gefäßsystem notwendig. Die Klinik für Gefäßchirurgie ist auf die Anlage dieser Dialysezugänge spezialisiert. Dazu gehören spezielle Katheter, die sofort einsatzbereit sind, aber meist nur übergangsweise genutzt werden, sowie die Anlage einer arteriovenösen Fistel (Shunt). Diese Verbindung zwischen Arterie und Vene sorgt dafür, dass das Blut mit höherem Druck durch die Vene fließt. Ein Shunt kann am Unterarm oder im Ellenbogenbereich angelegt werden, vorzugsweise mit Nutzung des eigenen Gefäßes, alternativ aber auch mit Kunstgefäße. Ein Shunt ist die Standardlösung für eine langfristige Dialyse, da er einen stabilen Blutfluss ermöglicht und damit wiederholte Behandlungen erleichtert. 

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