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Marien Hospital Herne
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Medizinische Klinik I - Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie

Durchblutungsstörungen des Magen-Darm-Traktes

Der Darm ist der wichtigste Abschnitt des Verdauungstraktes und seine Leistung ist gewaltig – auch wenn der Mensch im Alltag davon nur wenig mitbekommt: Verdauung, Aufnahme und Weitertransport der Nahrung, Regulation des Flüssigkeitshaushaltes, Produktion von Hormonen und die Erfüllungen wichtiger Aufgaben im Immunsystem. Dafür benötigt der Darm Energie, die ihm durch Blutgefäße (Arterien) geliefert wird. Kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Verschluss dieser Arterien, kann das zu einer schweren Schädigung der Darmwand führen, was sich einerseits in Schmerzen, andererseits in einer Funktionsstörung des Darms äußert.

Kommt es zu einem akuten Gefäßverschluss, z.B. durch Verschleppung eines Blutgerinnsels aus dem Herzen, dann äußert sich das meist in plötzlich auftretenden, starken Bauchschmerzen, häufig verbunden mit blutigen Durchfällen. Wird der Blutfluss nicht kurzfristig wiederhergestellt, dann kommt es zum Absterben von Darmabschnitten. Je größer das verschlossene Gefäß, desto mehr Darm ist betroffen.

Weniger dramatisch verläuft eine chronische Verengung einer Darmarterie, meist durch eine Verkalkung der Arterienwand bedingt. Hier fließt noch etwas Blut durch die Engstelle, was in Ruhephasen – also wenn der Darm in Nüchternphasen wenig zu tun hat – ausreicht. Nach der Nahrungsaufnahme jedoch, wenn viel Energie und somit auch viel Blut benötigt wird, herrscht eine Unterversorgung. Es kommt zu vorrübergehenden Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme, Blähungen und Durchfälle können hinzutreten. Schreitet die Erkrankung der Gefäße, die den Darm versorgen, fort, treten die Beschwerden zunehmend auch zwischen den Mahlzeiten auf und entwickeln sich zu Dauerschmerzen.

Durchblutungsstörungen des Magen-Darm-Traktes – Diagnose

Manchmal gelingt es bereits durch den Ultraschall, eine Durchblutungsstörung des Magen-Darm-Traktes nachzuweisen. Meist wird man dazu jedoch die Kontrastmitteldarstellung der Gefäße im Rahmen einer Computertomografie benötigen.

Durchblutungsstörungen des Magen-Darm-Traktes – Behandlung

Ist der Verschluss eines großen Gefäßes akut entstanden, muss diese operativ behoben werden. Wenn bereits Darmanteile abgestorben sind, müssen auch diese entfernt werden.

Bei einer chronischen Durchblutungsstörung des Magen-Darm-Traktes gibt es neben operativen auch katheter-gestützte Therapieverfahren. Hier kann ein sogenannter Stent in das verengte Gefäß eingebracht werden und dies auf Dauer offenhalten.

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