Zu den Inhalten springen
Marien Hospital Herne
St. Elisabeth Gruppe
HomeHome
Medizinische Klinik I - Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie

Schluckstörungen

Ein gesunder Mensch schluckt am Tag zwischen den Mahlzeiten im Wachzustand bis zu 2.000 Mal. Dieser Vorgang läuft in der Regel ganz automatisch ab – ohne, dass man darüber nachdenken würde. Der Schluckakt ist jedoch ein hochkomplexer Vorgang, an dem eine Vielzahl von Strukturen, unter anderem 50 Muskelpaare und 5 Hirnnerven beteiligt sind. Dementsprechend kommen Schluckstörungen bei den verschiedensten Krankheiten vor. Diese reichen von neurologischen Erkrankungen, darunter erblichen Muskel- oder Nervenkrankheiten, über Erkrankungen im Hals und Rachen bis hin zu krankhaften Veränderungen der Speiseröhre und deren Umgebung im Brustraum. Störungen können das „Einschlucken“ von Nahrung in die Speiseröhre, den Transport der Nahrung in der Speiseröhre und den Übertritt in den Magen betreffen.

Schluckstörungen – Symptome

Folgende Symptome können bei Schluckstörungen auftreten: „Steckenbleiben“ der Nahrung, schmerzhafter Schluckakt, Hochwürgen unverdauter Nahrung (Regurgitation), Schmerzen / Brennen hinter dem Brustbein, häufiges Verschlucken mit Hustenattacken, etc.

Schluckstörungen – Diagnose

Wenn der Verdacht auf ein Passagehindernis in der Speiseröhre besteht, ist eine Endoskopie der Speiseröhre und des Magens die vorrangige Maßnahme. Hier sollen vor allem Entzündungen, Engstellen oder Tumore ausgeschlossen werden.

Ob die Bewegungsabläufe in der Speiseröhre normal ablaufen, kann durch eine sogenannte Manometrie, bei der eine Sonde für kurze Zeit über die Nase in den Magen vorgeschoben wird, festgestellt werden. Eine Breischluckuntersuchung kann ebenfalls wertvolle Hinweise liefern.

Der Patient schluckt dabei eine Flüssigkeit, die dann im Röntgenbild sichtbar ist. Passagehindernisse oder Störungen des wellenförmigen Anspannens der Muskeln der Speiseröhre können so sichtbar gemacht werden.

Schluckstörungen – Behandlung

Manche Erkrankungen, die zu Störungen der Bewegungsabläufe führen, lassen sich über das Endoskop oder durch eine Operation mit gutem Erfolg behandeln. So zum Beispiel die sogenannte Achalasie, eine Verkrampfung des Übergangs von der Speiseröhre in den Magen, bei der es beim Schluckakt nicht zu einer notwendigen Erschlaffung kommt.

Bei anderen Schluckstörungen können Medikamente zumindest eine deutliche Linderung der Beschwerden bringen.

© Marien Hospital Herne | Impressum | . Datenschutz | . Datenschutz­einstellungen anpassen.