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Marien Hospital Herne
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Medizinische Klinik I - Allgemeine Innere, Nephrologie, Gastroenterologie, Pneumologie

Speiseröhrenkrebs

In Deutschland erkrankten im Jahr 2010 etwa 4.900 Männer und 1.400 Frauen an Speiseröhrenkrebs. Zu den Risikofaktoren zählen vor allem Alkohol- und Tabakkonsum und das Vorliegen einer Refluxkrankheit.

Speiseröhrenkrebs – Symptome

Häufigstes Warnsignal bei Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) ist das Steckenbleiben von Nahrung beim Schlucken von festen, im Verlauf auch von flüssigen Speisen, bedingt durch eine Verengung der Speiseröhre. Weitere Symptome sind Schmerzen beim Schluckakt, Aufstoßen von Nahrung und Schleim – manchmal auch mit Blutbeimengungen – Hustenattacken bei der Nahrungsaufnahme, Heiserkeit und Gewichtsverlust.

Speiseröhrenkrebs – Diagnose

Bei Vorliegen von Schluckstörungen ist eine Gastroskopie in der Regel unverzichtbar. Hier können aus verdächtigen Bereichen Gewebeproben entnommen werden, die dann unter dem Mikroskop untersucht werden. Wird die Diagnose Speiseröhrenkrebs gestellt, sind weitere Untersuchungen wie eine Computertomografie, ggf. eine Bronchoskopie zur Beurteilung der Atemwege oder eine Ultraschalluntersuchung der Speiseröhre zur Beurteilung der Tumorausdehnung und zum Nachweis oder Ausschluss von Tochtergeschwulsten (Metastasen) erforderlich.

Speiseröhrenkrebs – Behandlung

Welche Therapie bei Speiseröhrenkrebs in Frage kommt, hängt zunächst von der genauen feingeweblichen Diagnose und dem Tumorstadium ab.

In sehr frühen Stadien kann eine komplette Entfernung des Tumors auf endoskopischem Weg erfolgen, also im Rahmen einer wenig belastenden Magenspiegelung. Ist der Tumor schon tiefer in die Speiseröhrenwand vorgewachsen, kann nach Ausschluss von Metastasen eine Operation, ggf. nach einer vorbereitenden Chemo- und / oder Strahlentherapie Heilungsaussichten bieten. Die Operation erfolgt in der Chirurgischen Klinik des Marien Hospital Herne. In einigen Fällen kann beim Speiseröhrenkrebs durch eine Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie ausnahmsweise auch ohne Operation eine Heilung erreicht werden.

Bei fortgeschrittenem Tumorwachstum oder bei Nachweis von Metastasen ist eine Heilung, also eine komplette Entfernung des Tumors, oft nicht mehr möglich. Dann ist es wichtig, dem Patienten eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen, indem Schmerzen gelindert und der Krankheitsverlauf aufgehalten wird. Die Schluckfähigkeit kann beispielsweise durch Anlage eines Stents wiederhergestellt werden. Ein Stent ist ein Kunststoffröhrchen, das in die Speiseröhre eingefügt wird. So wird die Speiseröhre aufgedehnt, sodass dadurch dem Patienten die normale Nahrungsaufnahme erhalten bleibt.

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