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Medizinische Klinik III - Hämatologie / Onkologie

Magenkrebs ist in der westlichen Welt seltener als z. B. in Japan, was sowohl auf genetische als auch Umweltfaktoren (Ernährung) zurückgeführt wird.

Nichtsdestotrotz werden sie häufig erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt, da keine sichere Früherkennungsmaßnahme existiert und bei Beschwerden oft bereits umgebende Strukturen wie Lymphknoten oder das Bauchfell mit in die Erkrankung einbezogen sind.

Magenkrebs – Symptome

Schmerzen oder Blutungen sind Zeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung. Anfangs sind die Beschwerden oft wenig richtungsweisend und können ebenso auch bei Infekten (z. B. mit Helicobacter pylori) oder Reizsyndromen auftreten. Eine Gewichtsabnahme oder Erbrechen sind ebenfalls kein Zeichen einer frühen Erkrankung und in der Regel erst im weiteren Erkrankungsverlauf zu beobachten.

Magenkrebs – Diagnose

Bei der Diagnostik ist insbesondere die Ausdehnung der Erkrankung von wesentlicher Bedeutung. Nach Sicherung der Diagnose über eine Probenentnahme, die i. d. R. im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie) erfolgt, wird das Tumorgewebe genauestens charakterisiert, u. a. in Bezug auf das Merkmal "Her2neu-Expression", das für die Medikationsauswahl bei einer tumorspezifischen Therapie bedeutsam ist. Zusätzlich wird überprüft, ob sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat, z. B. mit Hilfe einer Computertomographie und eines Knochenszintigramms. Falls ein kuratives (auf Heilung ausgelegtes) Behandlungskonzept geplant ist, wird häufig noch eine operative Spiegelung der Bauchhöhle (Laparoskopie) vorgenommen, um das Bauchfell (Peritoneum) auf Metastasierung zu beurteilen.

Magenkrebs – Operative Behandlungsverfahren

Eine Operation eignet sich vor allem für frühe Erkrankungsstadien. Wenn sich die Erkrankung nicht mehr in ganz frühem Stadium zeigt und keine Metastasen vorliegen, ist ein neoadjuvantes Behandlungskonzept der nationale und internationale Standard. Hierbei wird zunächst eine Chemotherapie und ggf. auch zielgerichtete Therapie gegeben, gefolgt von der Operation und einer medikamentösen Nachbehandlung. Gerade diese Behandlungskonzepte werden im Rahmen klinischer Studienprotokolle optimiert, an denen die Medizinische Klinik III als Teil der FLOT-Studiengruppe beteiligt ist.

Magenkrebs – Medikamentöse Behandlungsverfahren

Bei fortgeschrittener Erkrankung steht i. d. R. die medikamentöse Therapie im Vordergrund, neben Maßnahmen, um z. B. die Ernährungssituation bzw. die Passage des Nahrungsbreis durch den Magen zu sichern, um belastenden Beschwerden wie Gewichtsabnahme, Erbrechen oder auch Schmerzen sinnvoll beeinflussen zu können. Hier steht die palliativmedizinische Expertise innerhalb der Abteilung und auch in Kooperation mit der entsprechenden Abteilung Schmerz- und Palliativmedizin der Anästhesiologie im Vordergrund.

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