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09.10.2026

Herzultraschall im Fokus: Experten informierten über moderne Echokardiographie

Prof. Dr. Christian Ukena, Direktor der Medizinischen Klinik II – Kardiologie / Angiologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (3.v.l.), informierte gemeinsam mit weiteren Experten der Medizinischen Klinik II – Kardiologie / Angiologie über moderne Verfahren der Herzultraschalluntersuchung.

Wie gut arbeitet das Herz und wie zuverlässig schließen die Herzklappen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Fachveranstaltung „Workshop Advanced Echocardiography: Fokus auf linksventrikuläre Funktion und Mitralinsuffizienz“, die am 7. Oktober 2026 im Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum stattfand. Im Mittelpunkt standen moderne Verfahren der Echokardiographie, also der Ultraschalluntersuchung des Herzens. Neben aktuellen medizinischen Erkenntnissen konnten die Teilnehmer die Untersuchungsmethoden auch praktisch anwenden.

Die Echokardiographie gehört zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden bei Herzerkrankungen. Mithilfe von Ultraschall können Ärzte unter anderem beurteilen, wie gut das Herz pumpt und wie die Herzklappen arbeiten. Eine besondere Rolle spielte bei der Veranstaltung die sogenannte Mitralinsuffizienz. Dabei schließt die Mitralklappe, eine der vier Herzklappen, nicht mehr vollständig. Moderne Ultraschallverfahren ermöglichen es, solche Veränderungen genauer zu untersuchen und ihre Ausprägung einzuschätzen.

„Die Echokardiographie liefert uns heute sehr detaillierte Informationen darüber, wie gut das Herz arbeitet. Entscheidend ist, die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten gezielt einzusetzen und die Ergebnisse gemeinsam zu betrachten. So können wir wichtige Hinweise für die weitere Diagnose und Behandlung gewinnen“, erklärt Prof. Dr. Christian Ukena, Direktor der Medizinischen Klinik II – Kardiologie / Angiologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum.

Im ersten Teil der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Herzultraschalldiagnostik. Dabei ging es unter anderem darum, wie die Pumpleistung der linken Herzkammer möglichst genau beurteilt werden kann. Neben der klassischen Ultraschalluntersuchung wurden auch neuere Methoden wie die dreidimensionale Echokardiographie und die sogenannte Strainanalyse vorgestellt. Mit ihr lässt sich die Bewegung und Funktion des Herzmuskels genauer untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich eine undichte Mitralklappe zuverlässig beurteilen lässt.

„Bei der Beurteilung einer Mitralinsuffizienz reicht häufig ein einzelner Messwert nicht aus. Erst wenn verschiedene Untersuchungsergebnisse gemeinsam betrachtet werden, lässt sich das Ausmaß genauer einschätzen. Deshalb war es uns wichtig, theoretisches Wissen direkt mit praktischen Übungen zu verbinden und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Kenntnisse mitzugeben, die sie in ihrem Praxisalltag nutzen können“, so Joanna Rutka, Oberärztin und Leitung Kardiale Bildgebung der Medizinischen Klinik II – Kardiologie / Angiologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum.

Im anschließenden Praxisteil konnten die Teilnehmer die vorgestellten Untersuchungsmethoden selbst vertiefen. Dabei trainierten sie insbesondere die Beurteilung der linken Herzkammer und der Mitralklappe. Anhand konkreter Beispiele aus dem medizinischen Alltag konnten unterschiedliche Befunde gemeinsam besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

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