Urogynäkologische Erkrankungen und Beschwerdebilder gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig entwickeln sich die Möglichkeiten zur operativen Behandlung kontinuierlich weiter. Über aktuelle Erkenntnisse und moderne Verfahren informierte daher die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum am Mittwoch, den 09.09.2026, im Rahmen der Online-Fachveranstaltung „Aktuelles aus der Urogynäkologie“.
Ein Schwerpunkt lag auf robotisch unterstützten Operationsverfahren zur Behandlung von Senkungsbeschwerden bei Beckenorgansenkungen (wie Scheide oder Blase) bzw. Gebärmutter- oder Gebärmutterhalssenkungen: die Sakrokolpopexie und die Zervikosakropexie. Die Experten stellten dar, wie die einzelnen Schritte dieser Eingriffe mit Unterstützung eines OP-Roboters durchgeführt werden können. Ergänzend standen aktuelle Studienergebnisse zu beiden Verfahren im Mittelpunkt. Sie liefern wichtige Erkenntnisse für die Bewertung und Weiterentwicklung robotisch-unterstützter Behandlungsmöglichkeiten in der Urogynäkologie.
„Die Urogynäkologie entwickelt sich sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Erkenntnisse als auch der operativen Möglichkeiten stetig weiter. Entscheidend ist, neue Verfahren und Studienergebnisse immer im Hinblick auf ihren Nutzen für die individuelle Behandlung zu bewerten. Der fachliche Austausch trägt dazu bei, diese Erkenntnisse in die Versorgung unserer Patienten zu übertragen“, erklärt Prof. Dr. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne.
Individuelle Therapieentscheidungen im Mittelpunkt
Neben den technischen und wissenschaftlichen Aspekten spielte die individuelle Auswahl des geeigneten Behandlungsverfahrens eine zentrale Rolle. Anhand verschiedener Fälle aus der Praxis wurden unterschiedliche Ausgangssituationen betrachtet und mögliche Therapieentscheidungen diskutiert. Damit verband die Fachveranstaltung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit Fragestellungen, die bei der Behandlung urogynäkologischer Beschwerden im klinischen Alltag eine wichtige Rolle spielen.


